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Samstag, 8. Februar 2014

Die Zouk-Musik - Interview mit Daniel Estévez von den Spiral Dancers Teil 4

Heute gibt es den letzten Teil des Interviews mit Daniel aus Barcelona. Es war mir eine Freude, mich mit ihm über Zouk zu unterhalten. In diesem letzten Teil geht es um die Zouk Musik. Viel Spaß damit!




Ok, die Musik. Ich bin nicht die geeignetste Person, um über die Musik zu sprechen. Da gibt es einige große DJs mit vielen Kenntnissen, wie zum Beispiel Mafie Zouker oder DJ Shin, welche viel mehr Ahnung haben als ich und viele Geschichten über jeden DJ, Stil und Sänger erzählen können. Der Geburtsort des Zouk liegt in der Karibik, wo die Gruppe Kassav auf den französischen Antillen begann diese Musik zu spielen. Von dort aus verbreitete es sich Schritt für Schritt. Dann erschienen verschiedene Gruppen und Künstler, hauptsächlich in Martinique und Guadeloupe, wie zum Beispiel Zouk Machine, Thierry Cham, Jean Michel Rotin und Francky Vincent.

Von der Karibik aus gelangte es nach Brasilien, Afrika und Europa, wo Zouk seine musikalische Basis etablierte.

In Afrika hatte Zouk einen großen Einfluss auf die portugiesischsprachigen Länder, vor allem in Angola und Kap Verde, wo es sich mit Semba vermischte. Semba ist ein traditioneller Rhythmus aus Angola (man erzählt auch das Samba ursprünglich aus Semba kommt). Aus dieser Vereinigung entstand dann Kizomba.

In Brasilien haben wir zwei Richtungen:

  • Die DJs, die Lieder aus Pop, R&B, House, etc., genommen haben und mit elektronischen Elementen gemixt haben. Hier haben wir auch Neo-Zouk.
  • Die Sänger des brasilianischen Zouk, wie zum Beispiel der bekannte Paulo Mac.

In Frankreich, hat sich ein Zouk-Stil entwickelt, der dem Zouk von den Antillen sehr ähnlich war. Schritt für Schritt haben die Künstler in Europa moderne Elemente in ihre Lieder eingebaut, wie zum Beispiel Rap, elektronische Musik oder die englische Sprache, die USA als Vorbild nehmend. So ist Ghetto Zouk entstanden. Nelson Freitas hat die Marke "Ghetto Zouk" patentieren lassen. All das ist es, was auch jetzt mit der Zouk-Musik geschieht. Obwohl Zouk einen großen Einfluss in Frankreich gehabt hatte, haben sich in Holland und Portugal Zouk und Kizomba sehr viel stärker weiterentwickelt. Der größte Teil der Musik-Produzenten befinden sich in der holländischen Großstadt Amsterdam. Wenn ein Sänger eine neue CD kreieren möchte, fährt er nach Amsterdam (oder nach Paris). Deswegen gibt es in Europa auch so viel Zouk und Kizomba Musik.

Wenn Ihr mehr über die Kultur, die Musik oder über den MZouk wissen möchtet: kauft mein Buch!
Ich erzähle nicht die ganze Geschichte, also nicht jede Kleinigkeit, dafür gibt es nicht genug Informationen. Ich habe lieber ein Werk zum Nachschlagen vorgezogen. Erstmal sollten die Tänzer eine Basis haben und die Geschichte im allgemeinen kennen. Das Buch ist sehr gut, um danach auf dieser Grundlage im Internet weiter zu recherchieren.


Bye bye Zoukinis!   

Freitag, 26. April 2013

Die Zoukmusik - Interview mit DJ BigZouk


Heute werden wir Zouk aus einer anderen Perspektive betrachten: die Perspektive eines DJs. Jordi Siñerol, bekannt als DJ BigZouk, produziert seine eigene Zoukremixes und ist damit sehr erfolgreich. Außerdem trifft man ihn auf Kongressen in ganz Europa und eine Sache kann ich Euch sagen: wenn er auflegt, bedeutet es einfach Tanzen ohne Ende, weil die Musik so mitreißend ist. Er lernt bei Daniel und Leticia von Barcelona, gehört zu den Spiraldancers und unterrichtet auch selber MZouk.




Wann hast Du angefangen, Zouk zu tanzen?

Hallo, ich stelle mich vor, mein Name ist Jordi. Ich habe vor sieben Jahren angefangen, Zouk zu tanzen. Ich habe Zouk kennengelernt, als ich Leticia -Leticia Estévez von Spiral Dancers- mit einer anderen Frau beim Tanzen gesehen habe. Das hat mir damals so gut gefallen -der Tanz und die Art und Weise, sich auszudrücken-, dass ich mir gesagt habe: „Ich will genau das tanzen". Seitdem, vor sieben Jahren, habe ich bis heute getanzt. Nach zwei Jahren habe ich angefangen, die Musik zu kennen und mich für die Musik zu interessieren. Es geht nicht nur ums Tanzen sondern auch um die Musik. Dann habe ich gestartet, als DJ zu arbeiten und mich auch als DJ mit anderen DJs aus Brasilien auszubilden, damit ich heute ein guter DJ in Europa sein kann.

Was liebst Du an Zouk?

Es ist nicht nur, dass ich Zouk liebe, oder dass ich eine echte Leidenschaft für Zouk habe, sondern es ist einfach etwas Verrücktes, etwas, dass ich nicht erklären kann. Ich mag den Tanz wegen der Leidenschaft, die die Leute mitbringen, die Lust, die man sieht, wenn jemand anfängt, Zouk zu tanzen. Den Leuten helfen, damit sie sich auf der Tanzfläche und auch als Mensch verbessern, genau das ist, was mir am meisten an Zouk gefällt. Zouk ist wie eine große Familie und man kann vielen Leuten helfen, zu tanzen und als Mensch zu wachsen. Was ich als DJ liebe ist, am DJ-Pult zu arbeiten und zu sehen, wie Ihr die ganze Nacht genießt, nicht aufhört zu tanzen, und wenn das Tanzen vorbei ist, dass die Leute zu mir kommen und sich für die Musik bedanken, das für mich ist die beste Belohnung. Ich liebe den Tanz und liebe auch, dass Ihr Spaß habt.

Was ist Deine Vision bezüglich Zouk?

Also, ich bin Amateur, ich lerne mit Daniel und Leticia. Meine Zukunft als Tänzer ist weiter zu lernen, weil ich denke, dass man nie aufhören sollte zu lernen – und wenn Du mit den Besten bist noch weniger!. Nun fange ich an, Unterricht für Anfänger zu geben und meine Absicht ist, langsam immer weiter zu kommen, jedes Jahr mehr zu lernen, bis ich irgendwann -und das bleibt unter uns- besser als meine Zouklehrer zu sein. Es ist sehr schwer, es ist eine Herausforderung, aber wie Leticia immer sagt, sie wäre überglücklich, wenn jemand aus ihrer Schule es schafft, besser als Daniel und sie zu werden. Ich werde es versuchen, es ist sehr schwer, aber wenn ich danach einige Meter hinter ihnen bleibe, das wäre für mich ein totaler Erfolg.

Als DJ wünsche ich mir, dass man die Arbeit als DJ mehr schätzen würde, manchmal arbeitet man am DJ-Pult und man fühlt sich allein, weil es viele Kongressveranstalter gibt, die die Arbeit der DJs nicht unterstützen. DJ sein ist nicht nur kommen und Play drücken.Es sind viele Stunden Arbeit, in denen man Musik sucht, die beste Musik, damit Ihr auf den Partys tanzen könnt. Ich würde mir wünschen, dass irgendwann die Kongressveranstalter diese Arbeit schätzen und auch die Tänzer. Es wäre toll wenn man etwas in Zouk investieren würde, wenn man Zouk-Musik kaufen würde, ich meine nicht meine Musik, sondern Musik von der ganzen Zouk-Welt, Sänger, DJs, Produzenten, weil sie wirklich diejenigen sind, die Zouk größer machen werden, weil, wenn es keine Musik gibt, gibt es auch keinen Tanz, und ohne Tanz sind wir keine Tänzer mehr. Wir fahren zu einem Kongress und wir geben etwas zwischen 500 und 600 Euro aus, eine CD zu kaufen bedeutet 10 Euro, also 2% von dem Geld, das wir in einem Zouk-Kongress ausgeben, das kostet wirklich nichts. Ich schicke Euch liebe Grüße als DJ BigZouk und auch als Tänzer Jordi Siñerol und ich hoffe, dass wir uns auf vielen Kongressen treffen, vielen Dank.


Show mit Jordi, Nuria und Gloria von Spiraldancers!